Bergkäse

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Schweiz können grob in Tal-, Hügel-, und Bergzonen eingeteilt werden. Wobei die Bergzonen je nach Lage in 4 Kategorien I-IV eingeteilt werden können und die Sömmerungsgebiete mit ihren traditionell alpwirtschaftlich genutzten Flächen eine separat Kategorie bilden. Diese Abgrenzung ist deshalb von Bedeutung, weil dadurch den erschwerenden Produktions- und Lebensbedingungen in Berg- und Sömmerungsgebieten angemessen Rechnung getragen werden kann.

Fast ein Drittel der Schweizer Milch stammt aus Berggebieten. Mit 47’000 ha liegen 70% der Biodiversitätsflächen hoher Qualität im Berggebiet. Oftmals handelt es sich dabei um artenreiche Magerwiesen ,welche extensiv genutzt werden. Deswegen werden in Berggebieten den Kühen anteilsmässig mehr Gras, Grassilage und Heu verfüttert als beispielsweise Maissilage oder Kraftfutter. 

Bergkäse ist hervorragendes Produkt, weil es für die Konsumenten und die Produzenten eine WIN-WIN-Situation ist. Für Produzenten von Bergkäse trägt die Herstellung und der Verkauf von Käse zur Wertschöpfung in Berggebieten bei. In diesen Region ist ein rationeller Ackerbau nicht möglich. Daher weiden die Kühe direkt auf der Weide oder sie werden mit dem angepflanzten Gras aus Berggebieten gefüttert. Hingegen für die Konsumenten bietet der Bergkäse mit seiner ernährungsphysiologischen vorteilhaften Zusammensetzung ein schmackhaftes Naturprodukt. Im Gegensatz zur konventionellen Milch aus Talgebieten ist in Bergmilch und somit auch in Bergkäse der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und namentlich auch den Omega-3-Fettsäuren höher.

Bergkäse ist ein geschützter Begriff, welcher in der  Verordnung über die Verwendung der Bezeichnungen «Berg» und «Alp» für landwirtschaftliche Erzeugnisse und daraus hergestellte Lebensmittel gesetzlich geregelt ist.

Damit ein Käse als Bergkäse deklariert werden darf, muss die Milch als Rohstoff aus einem Berggebiet stammen und im Berggebiet, inklusive der angrenzenden Gemeinden, verarbeitet werden. Wenn die Rohstoffe ausserhalb des Berggebietes verarbeitet werden, darf auf Etikette höchstens auf die Herkunft der Rohstoffe hingewiesen werden (Bsp. Käse aus Bergmilch). Gemäss den gesetzlichen Regelungen kann Bergkäse auch ausserhalb des Berggebietes reifen und darf immer noch die Bezeichnung «Berg» enthalten.

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