Kaseinmarke

Die Kaseinmarke wird in der Käseherstellung verwendet, um die Rückverfolgbarkeit des Käses zu gewährleisten. In der Käseproduktion ist es üblich, dass die Kaseinmarken direkt nach dem Bruchabfüllen in der Presse auf den frischen Käse gelegt werden. Diese Marken bestehen auch tatsächlich aus Kasein, damit sie keinen unterwünschten Einfluss auf die Qualität des Käses haben.

Auf der Kaseinmarke ist in der Regel die Bewilligungsnummer und das Herstellungsdatum ersichtlich. Es kann auch sein, dass nur die Bewilligungsnummer drauf ist und das Datum, dem Tag entsprechend individuell aus einzelnen, schwarzen Kaseinmarken zusammengesetzt wird. Falls es die Situation bedingt, kann anhand diesen Informationen eruiert werden, in welcher Käserei, an welchen Tag, von welchem Mitarbeiter, mit welchen Parametern der Käse hergestellt wurde. Ausserdem kann zurückverfolgt werden, von welchen Kühen die Milch stammt. Dies ist vor allem dann von entscheidender Bedeutung, wenn der Käse nicht den vorgegebenen Qualitätsanforderungen entspricht und die Ursache dafür gesucht wird. Ebenfalls kommt die Rückerverfolgung zu tragen, wenn es zu einem Produkterückruf kommt.

Je nach Käsesorte werden die Kaseinmarken zusätzlich mit einer Etikette ergänzt. Dies ist beispielsweise bei der Herstellung von Emmentaler AOP der Fall.  Hierfür wird neben den Kaseinmarken auch eine Strahlemarke verwendet, welche garantiert, dass es sich um einen original Emmentaler AOP handelt. In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass sogar spezielle Propionsäurebakterien verwendet werden, damit das Original zweifelsfrei identifiziert werden kann.

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